13. Alzheimer-Symposium im Roten Rathaus in Berlin
Erstmals war mit Jochen Gust ein Schleswig-Holsteiner als Referent zum 13. Alzheimer-Symposium in der Hauptstadt eingeladen, welches am vergangenen Freitag den 15. Oktober stattfand.
Seit 1999 veranstaltet die Alzheimer Angehörigen-Initiative e.V. (AAI e.V.) jährlich Symposien in Berlin. Vertreten waren dort bereits namenhafte Forscher, Juristen, Mediziner, Professoren, Gesundheitspolitiker und andere Experten rund um das Thema Demenz wie z.B. Prof. Dr. Dr. h.c. Konrad Beyreuther (Forscher und Staatsrat), Professor Erwin Böhm (Entwickler der sog. „Psychobiographischen Pflege), Dr. phil. Dipl.-Psych. Barbara Romero (Entwicklerin der sog. SelbstErhaltungsTherapie) und viele weitere.
In diesem Jahr waren drei Referenten nach Berlin eingeladen. Das 13. Alzheimer-Symposium stand unter dem Motto: „Herausforderndes Verhalten: Strategien für schwierige Situationen“ und widmete sich den von Pflegenden und Medizinern gefürchteten Verhaltensweisen wie Aggressivität, andauerndes Rufen, wahnhaftes Verhalten, Verweigerung der Hilfe, den sogenannten „Weglauftendenzen“ und anderen, für Menschen mit Demenz nicht untypischen Verhaltensweisen.
Jochen Gust vom Fachdienst Geriatrie des Sankt Elisabeth Krankenhaus Eutin war von Dr. phil. Dipl.-Psych. Gernot Lämmler, Leiter der Abteilung Neuropsychologie des Evangelischen Geriatriezentrum Berlin gGmbH und Vorstandsmitglied der AAI e.V., als Referent eingeladen worden. Lämmler führte durch die Veranstaltung im Roten Rathaus, die von Dr. Christina Fuhrmann von der Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz mit einem Grußwort eröffnet wurde. Anschließend folgte der Vortrag „Humor im Umgang mit herausforderndem Verhalten“ von Professor Dr. Dr. Rolf D. Hirsch, ehemaliger Chefarzt der Rheinische Landeskliniken Bonn (Abt. Gerontopsychiatrie und -gerontopsychotherapie) und Gründer der Initiative Handeln statt Misshandeln e.V. . Hirsch brachte die mehr als 400 Zuhörer im großen Saal des Rathauses zum Lachen – und zum Nachdenken.
Danach hielt Jochen Gust seinen Vortrag über das „Phänomen Hinlauftendenz – wenn alte Menschen weglaufen“, zu dem auch ein Ratgeber im Buchhandel erhältlich ist. „Das war schon etwas Besonderes, im Roten Rathaus zu referieren – und das gemeinsam am gleichen Symposium, wie Professor Hirsch und Nicole Richard.", sagte unser Mitarbeiter dazu. Sein Fazit: „ Von beiden stammen Entwicklungen und Texte, die ich sogar für meine Prüfung zum examinierten Altenpfleger damals beherrschen musste. Mit ihnen als Referent „die Bühne“ zu teilen und anschließend noch in den fachlichen Austausch zu treten – das hatte was.“. 
Nach einer Pause hatte Nicole Richard, ihres Zeichens Diplom-Psychogerontologin, ihren Auftritt. Die Begründerin der Integrativen Validation in Deutschland führte mit großer Begeisterung durch ihren Vortrag.
Das Schlusswort hatte gegen 18:00 Uhr dann Rosemarie Drenhaus-Wagner, Gründerin der AAI e.V., Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und Gewinnerin des Altenpflege-Pflegepreises, die auch nicht vergaß, die vielen Helfer der Initiative zu erwähnen, ohne die ein Symposium dieser Größe unmöglich durchzuführen wäre. 21 Aussteller hatten zudem die Räumlichkeiten genutzt, um ihre Dienstleistungen und Informationen dem interessierten Publikum zu präsentieren. Bis 19:00 Uhr standen die Referenten dann weiter den Kongressteilnehmern im Einzelgespräch zur Verfügung. Im Anschluss hatte der Veranstalter die Referenten zum gemeinsamen Essen in ein bekanntes Restaurant im Nikolaiviertel eingeladen, wo der gelungene Kongress einen würdigen Abschluß im angeregten fachlichen Diskurs fand.
Am nächsten Morgen machte sich unser Mitarbeiter auf den Weg zurück nach Eutin, um Montag wie gewohnt Angehörigen und beruflich Pflegenden für Fragen und Gespräche wieder zur Verfügung zu stehen.
Interessierte können zum Fachdienst Geriatrie des Sankt Elisabeth Krankenhaus Kontakt aufnehmen unter gust(at)sek-eutin.de oder 04521-802-121.
Mehr Informationen zur Veranstaltung und zur Alzheimer-Angehörigen-Initative e.V. unter: http://alzheimer-organisation.de/HA-VeranstaltungenAP/AAI-VeranstaltungenAP.html#2011 .

